ABC - Analyse

 

Die ABC – Analyse

Def.:

Die ABC-Analyse ist eine allgemeine mathematisch-statistische Methode, mit deren Hilfe man durch systematische Analysenarbeit Wesentliches / Wichtiges von weniger Wesentlichem /Wichtigem trennt, um damit den (Verwaltungs-, Kosten-, Handlings- usw.) Aufwand in ein vertretbares Verhältnis zum Nutzen zubringen.

 

Die ABC-Analyse ermöglicht es in unterschiedlichen Unternehmensbereichen wie Vertrieb, Auftragsbearbeitung, Lager usw. Schwerpunkte zu setzen. Vor allem in der Materialwirtschaft und Unternehmenslogistik kann man mit ihr in Einkauf, Disposition und Lager die materialwirtschaftlichen Aktivitäten auf die Materialien / Materialgruppen konzentrieren, die aufgrund ihrer Wert-, Verbrauchs- und / oder Zugriffsstruktur eine besondere Bearbeitung verlangen.

Sie dient damit neben anderen Analysemethoden in der MaWi zur Entscheidungsfindung, welche Materialien besonders zu beschaffen und zu lagern bzw. besonders zu planen und zu überwachen sind.

 

Sie stellt damit ein weiteres wichtiges (unternehmens-) logistisches Rationali-sierungsinstrumentarium dar zur Erreichung des Materialwirtschaftlichen Optimums.

 

Nach der ABC-Analyse unterteilt man das gesamte Sortiment in A-, B- und C- Güter, wobei man die Grenzziehung zwischen A- und B- und zwischen B- und C-Güter meist nach folgender Faustregel vornimmt:

A-Güter: ca. 10-15% eines Sortiments stellen ca.70-75% eines

  Materialwertes dar.

B-Güter: weitere ca. 10-15% eines Sortiments stellen weitere

  ca.10-15% eines Materialwertes dar.

C-Güter: die restlichen ca. 70-85% eines Sortiments stellen die

  restlichen ca.5-20% eines Materialwertes dar.

Die ABC-Analyse wird zwar „Wertanalyse“ genannt, kann aber auch mengenmäßig durchgeführt werden: z.B. im Kommissionierlager zur Feststellung des optimalen Lagerplatzes eines Artikels, wobei hier das Kriterium der ABC-Analyse einzig die Anzahl der Zugriffe – also die sogenannte Zugriffshäufigkeit ist, die bestimmt, ob ein Artikel einen greifoptimalen A-Lagerplatz erhält oder eher einen weniger optimalen B- bzw. einen noch greifungünstigeren C-Lagerplatz :

 

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C

© by J.G. Matt   (Dekra-Akademie München)
 

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